Überholen mit dem Coffee to go

Die Zeit hat in ihrer letzten Ausgabe fünf Requisiten der nuller Jahre beschrieben. – Coffee to go, iPhone, Ritalin, Porsche Cayenne und der Manufactum Katalog.

Besonders gut hat mir die Beschreibung von Hanno Rautenberg zum “Coffee to go” gefallen. In Zusammenhang mit diesem “Coffee to go” beschreibt er das “Coffee-to-go-Prinzip” mit dessen Hilfe man jede existenzielle Beschleunigung links überholen kann.

“Das Coffee-to-go-Prinzip bedeutet: Alles ist mit allem vereinbar, alles kann überall geschehen. Das Sinfonieorchester im Ohr (MP3-Player), das Internet in der Hemdtasche (Smartphone), sitzen wir inmitten von Hochhäusern am Sandstrand (City-Beach) oder im tiefsten Winter unter freiem Himmel (Heizpilz) und erledigen in schönster Urlaubsstimmung (Cargo-Pants und Kapuzenpulli) unsere geschäftliche Korrespondenz (Laptop). [...] Je enger es wird mit unserer Zeit, desto weiter öffnen wir die Räume, so weit, dass es multiple Räume werden, in die alles hineinpasst, das Private wie das Öffentliche.”



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