Sechs Trends für Digital Advertising

Das große US Werbefachblatt ADWEEK hat aktuell eine Liste der sechs wichtigsten Trends mit Bezug zu Onlinewerbung veröffentlicht:

. The death of the click through—maybe for real this time

. The merging of mobile and desktop

. The persistence of supercookies

. The beginnings of ad-tech consolidation

. The rise of HTML5

. The value of specialized content

Wie werden Agenturen 2015 aussehen?

Al DiGuido, CEO der amerikanischen Online-Marketingagentur Zeta Interactive, weist in einem Beitrag für Advertising Age auf drei Kernaspekte, die für ihn die digitalen Kommunikationsagenturen in fünf Jahren prägen werden.

Lean Agencies With New Titles

Die Zeit der Megabudgets wird vorbei sein. Kleinere Einheiten können schneller agieren, weil sie flexibler sind und enger zusammen hängen. Es werden eine Reihe von neuen Experten nach vorne kommen, ganz vorne dabei Konvergenzexperten “that person able to orchestrate customer experience strategy across the growing range of channels and media”.

Analytics Will Decorate the Trophy Mantles

Kreativawards werden immer unwichtiger, da messbare Resultate und der return-on-investmen mehr zählen als Kreativranking-Punkte. Daraus folgt, dass diejenigen welche die Daten haben und aus diesen handlungorientierte Insights generieren können, immer bedeutender werden.

Technology Will No Longer Be “Leased”

Technologie spielt im digitalen Zeitalter eine zentrale Rolle. Agenturen sind gefordert für digitale Technologien die besten Entwickler zu haben, oder konsequent Outsourcing zu betreiben. Dritt-Partnerschaften hingegen werden vom ersten Tag an die Margen schmälern.

10 Rules for Smart Digital Advertising

Jenseits vernebelter Debatten zum Thema “Digitale Markenführung” hat Boris Lakowski (Gründer der Stratgieberatung “Sternsdorf, Lakowski & Partner“) für den Vermarkter netpoint-media in dessen aktueller Ausgabe des Netpointer-Magazine 10 Punkte definiert, die für ihn als Anforderungen an ein “Smart Digital Advertising” zu verstehen sind. Ich finde diese Auflistung sehr “smart”, da sie einen kurzen und trotzdem ganzheitlichen Blick bietet.

Contextual
Kontext-bewusst bzgl. Werbeumfeld, Nutzungssituation, Nutzer, Raum, Zeit

Adaptive and Learning
Anpassungsfähig, intuitiv, schnell

Relevant and Useful
Bedeutsam und nützlich

Permitted
Erlaubt, erwünscht und freiwillig

Entertaining and Immersive
Unterhaltend und zum Eintauchen einladend‚ seamless, also nahtlos, anschließend

Fresh and Transformative
Differenzierend, kreativ, innovativ und wegweisend

Interactive and Multi-sensory
Die Möglichkeiten des Multi-Mediums nutzend

Social and Engaging
Lädt zum Mitmachen, Weiterleiten, Teilen, Beitragen ein

Authentic and Consistent
Glaubwürdig, durchgängig, kohärent, den Markenwerten
entsprechend

Pervasive
Integriert, eingebettet, Teil der Show statt störend, mobil, außerhalb des Browsers

Die 10 Punkte und ein Interview mit Boris zum Nachlesen im PDF des Netpointer-Magazine. – Jeder der genannten Punkte verdient eigentlich eine eigene, aufmerksame Betrachtung. Ich werde mal versuchen, in den Wochen auf einige Punkte genauer einzugehen.

Ach ja, und zu guter Letzt: – Markenführung als strategisches Thema sollte natürlich immer medienunabhängig gesehen werden. Wie man seine Botschaft jedoch konkret über die digitalen Kanäle verbreitet, das ist eine Frage die für mich aktuell mehr Spannung beinhaltet, als die Grundlagen der Markenführung.