Sibylle Berg – Der Mann schläft

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Sibylle Berg, die mit der Maxime “Romantik ist Bullshit” zu Werke geht, hat einen netten Roman über die Liebe zu Papier gebracht. Nett – weil es auf der einen Seite ein sprachlich und dramaturgisch kraftvoller Roman  ist, der einen nicht kalt lässt, zuweilen aber der ausgebreitete Zynismus irgendwann doch auch mal ermüdend ist.

Ein Kommentar der NZZ bringt die Essenz des Romans meiner Meinung ganz treffend auf den Punkt:
Sibylle Berg zeichnet ein zauberhaftes Porträt einer Misanthropin, der es zunehmend nicht gelingt, uns Leser und sich selbst von ihrem Existenz- und Weltekel zu überzeugen. Sie liebt sich mehr, als sie sich zugesteht, und sie hängt stärker am Leben, als ihre kultivierte Todessehnsucht vermuten lässt. Sie leidet wie ein Hund und hundert Mal mehr als jeder Verzweifelte in einem gediegenen französischen Film.


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