Prinzipien zur Schaffung von Metawissen

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Besonders in einer schnelllebigen Zeit in der unzählige, selbsternannte Propheten ihre Trends und Visionen der Zukunft verkünden, besteht eine hohe Relevanz für die Fähigkeit “ordnendes Wissen” im Sinne von “Metawissen” zu schaffen. Wissenschaftlich fundierte Hilfe kann bei dieser Herausfordung die Forschungsdisziplin der Transferwissenschaft bieten. Eine kurze Übersicht transferwissenschaftlicher Prinzipien gibt es auf Transferwissenschaften.de.

Bereits die Aspekte Etikettierung und Wissensevaluation sprechen einen wichtigen Punkt an, der meiner Meinung in der Praxis nicht genügend beachtet wird. Eine wohl überlegte Etikettierung, beispielsweise für Trendwatching, ist natürlich zunächst mit Mehraufwand verbunden, verschafft dann aber nachhaltig mehr Prägnanz und Klarheit, sowie ein schnelleres Einsortieren von neuem Wissen. Die Wissensevalution hat neben einer Filterung den schönen Effekt, dass sie einen nötigt sich mit der Frage nach Relevanzkriterien auseinanderzusetzen.

Ebenfalls ein spannender Aspekt, ist die Frage was und wie viel an implizitem (Hintergrund-)Wissen darzustellen ist.  Dieses meiner Meinung nach auch von der Wissbegierigkeit der Adressaten abhängig. Ein müder CEO wir eine leichte Überstrapazierung seines Hintergrundwissend eher negativ empfinden, während ein wissbegieriger Geist eine leichte Überstrapazierung seines Hintergrundwissend vielleicht sogar als “inspirierend” empfindet. Schließlich könnte Letzterer den Anstoss bekommen haben, eine Wissenslücke durch eigenes Forschen  auszugleichen.

Der spannenste Aspekt für mich ist jedoch die Tatsache der Wissensselektion, die darauf hinweist, dass Wissen immer nur perspektivisch repräsentier- und transferierbar ist. Dieses Bewusstsein der Perspektivität sollte meiner Meinung nach, vor allem in hektischen und stressigen Phasen immer wieder justiert werden, bevor es gerne mal ganz über Bord geht. Nur mit dem Bewusstsein der Perspektivität kann man nämlich die Form der Wissensselektion und damit der Komplexitätsreduktion in angemessener Weise transparent bzw. explizit machen. Dieses stellt letztendlich auch eine Grundbedingung vor eine authentische und ehrliche Kommunikation dar.


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