Das User-Centered Design (UCD) nicht der Weisheit letzter Schluss ist, dürfte allgemein Konsens sein. Und leider ist es auch oft allzu offensichtlich wie in der Vergangenheit Objekte, bei denen UCD über allem stand, oft eine mangelnde ästhetische Qualität hatten. Durch Konzepte wie Experience Design wurden die emotionalen, non-funktionalen Aspekte wieder mehr in den Fokus gerückt. Der Begriff User Experience (Ux) wurde sexy. Ein verkürztes Verständnis von Funktion wurde wieder ein wenig gerade gerückt. Denn natürlich haben auch emotionale Qualitäten ihre Funktion. — Eine neue gedankliche Entwicklung, die aus der Funktionsbegriff-Verwirrung führen könnte sind die aktuell diskutierten verhaltensorientierten Designtheorien. Unter den Begriffen Persuasion Design, Catalyst Design und Performance Design stellt diese Robert Fabricant (vice president of creative of frog design) im Design Mind Magazin dar. Ein empfehlenswerter Artikel und doch auch irgendwie keine revolutionären Gedanken. — Aber Diskussionen, Diskurse und Theorien pendeln halt gerne hin und her.
Während die deutsche Musikbranche über das digitale Zeitalter jammert und in diesem Jahr die Popkomm abgesagt hat, zeigt der US-Produzent Danger Mouse wie es geht. Der verkauft nämlich limitierte Packages seines neuen Albums “Dark Night Of The Soul” und legt eine leere CD-R bei, da die Rechteklärung für das neue Album wohl zu heikel geworden wäre. Das Album gibt es aber an jeder Ecke im Internet zum Download, der Käufer des Album-Packages hält ein limitiertes Fotobuch von David Lynch in den Händen und Danger Mouse verdient ein paar Dollars. Können doch alle zufrieden sein — bis vielleicht auf die “Musikindustrie”.
Eine wirklich coole Idee, wie man die Kreativität seiner Fans fördert. Die Pet Shop Boys haben auf der Designplattform crowdSPRING einen Award für ein PSB-Poster in Höhe von 300 $ gestiftet. Innerhalb von wenigen Tagen sind mehrere hundert Entwürfe hochgeladen worden. Quality User Gen Content! I like!